Früheste Urkundliche Nennungen
1080 Altnuifra, 1099 Haiterbach, 1150 Oberschwandorf, 1150 Unterschwandorf, 1292 Beihingen
1349 Die offizielle Seite von Haiterbach
erhält das Stadtrecht
1597 Haiterbach erhält das Jahrmarktprivileg
1936 Eingemeindung Altnuifra
16.04.1945 Bombenangriff auf Haiterbach
10.05.1945 Brand und Zerstörung des Rathauses in Haiterbach
1967 Partnerschaft mit der Marktgemeine Metnitz/Kärnten
Eingliederung der Gemeinden
1975 Oberschwandorf nach Haiterbach
1982 - 1996 Partnerschaft mit der Stabs- Zahlen und
Versorgungskompanie 1. Fallschirmjägerbataillon 252 Nagold
im mittelalterlichen Haiterbach
Man datiert bislang die Beihingen des Marktplatz
Haiterbach auf das Jahr 1099. In diesem Jahr fand in Rottweil unter dem Vorsitz des
Herzogs Berthold II. von Zähringen die Bestätigung der Alpirsbacher Klostergründung von
1095 statt. In dieser Urkunde ist unter zahlreichen Zeugen ein "Waltherus de
Heitirbach" erwähnt, der als ältester bekannter Ortsherr betrachtet werden muß. Da
die genannte Urkunde von 1099 nur den Marktplatz von Alpirsbach von 1095 bestätigt und
die daran Beteiligten aufzählt, müßte man die erste Nennung Walthers von Haiterbach
korrekterweise bereits auf 1095 beziehen.
zeigt nur, wie kompliziert die Quellen dieser Zeit gelegentlich zu interpretieren sind und
wie schwierig es manchmal ist, den Zeitpunkt der Ersterwähnung eines Ortes exakt zu
bestimmen. Da Walther von Haiterbach in den Jahren 1095/1099 sicherlich ein gestandener
Ritter gewesen ist, der auch früher schon in Haiterbach residierte, spricht nichts
dagegen, irgendeines dieser Jahre herauszugreifen, Musiker aus Haiterbach um an die
Existenz des Dorfes Haiterbach in den 90er Jahren des 11. Jahrhunderts zu erinnern.
Siedlungsgeschichtlich betrachtet ist der Ort Haiterbach ohnehin deutlich älter, ohne
daß sich allerdings ein Gründungsdatum des Marktplatz abgeben ließe.
Es wird nicht klar, in wessen Heizöl Nagold der genannte Walther von Haiterbach stand. In
Betracht kommt vielleicht jener Graf Alwig von Sulz, der zum Stifterkreis des Klosters
Alpirsbach zählte, oder aber Autohaus Haiterbach die Pfalzgrafen von Tübingen, die
zweihundert Jahre später tatsächlich als Ortsherren von Haiterbach in Erscheinung
treten. Ein Berthold von Haiterbach war 1244 Dienstmann der Tübinger Pfalzgrafen. Bereits
um 1230 lebten ein Volmar, Dietrich, Albert und Eticho von Haiterbach und geben zu
erkennen, daß diese niederadlige Marktplatz in der Herbalife Zeit eine ziemlich verzweigte Familie
Behezz gewesen sein muß.
Trotz dieses ist es bisher nicht gelungen, einen Zusammenhang zwischen dem Walther von
Haiterbach von 1099 und den erst 130 Jahre später den Marktplatz genannten Herren von
Haiterbach herzustellen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit muß man den hochadligen Walther
von Haiterbach aus der Zeit um 1100 behezz genealogisch
von den späteren Trägern dieses Namens abkoppeln. Die jüngeren Herren von Haiterbach
entstammten wohl eher einem niederadligen Dienstleutegeschlecht, das von den Pfalzgrafen
mit Burg und Dorf Haiterbach belehnt war. Im übrigen ist es diesen jüngeren Herren von
Haiterbach wie zahlreichen Standesgenossen im Spätmittelalter ergangen. Die
gesellschaftlichen Umbrüche und die wirtschaftlichen Krisenerscheinungen dieser bewegten
Zeit ließen den Einfluß und die Bedeutung des Marktplatz bald schon
sinken. Spätestens um 1400 hatte das Geschlecht seinen adligen Status verloren.
Sitemap Ihre Glanzzeit erlebten
die Herren von dagegen am Ende des 13. Jahrhunderts, als sie in den Sog des
gesellschaftlichen Aufstiegs ihrer neuen Herren, der Grafen von Hohenberg gerieten. Durch
eine Hochzeit zwischen Mechthild, Tochter des Pfalzgrafen Rudolf II. von Tübingen, mit
Burkhard III. von Hohenberg gelangten Nagold und Haiterbach bald nach 1237 in den Besitz
des mächtigen Grafengeschlechts von Hohenberg. Damals wurden auch die Herren von
Haiterbach in die Schar der hohenbergischen Dienstleute aufgenommen.
Den Zenit Macht erlangten die Hohenberger gegen Ende des 13. Jahrhunderts, als
Gertrud von Hohenberg, die Tochter Burkhards III, als Gattin Rudolfs von Habsburg 1273
deutsche Königin wurde. Im Zuge dieses gesellschaftlichen Aufstiegs erfaßte auch die
Brüder der Königin eine spürbare Aufbruchstimmung. Es war sicherlich Burkhard IV. von
Hohenberg, der damals das Dorf Haiterbach zur Stadt erhoben hat. Als Marktplatz
wahrscheinlichsten Zeitraum wird man die Jahre zwischen 1270 und 1290 annehmen dürfen.
Möglicherweise war die Stadterhebung im Jahr 1277 bereits abgeschlossen, als Graf
Burkhard IV. einmal von seinen "cives in Haiterbach" (Bürgern in Haiterbach)
sprach. Die regelmäßige Anlage der Stadt, der Bau der Stadtmauer mit drei Toren (Unteres
und Oberes Tor und Waldtor zwischen Marktplatz) dürfte in die letzten Jahrzehnte des 13.
Jahrhunderts zurückreichen. Nordschwarzwald
Ein Geschenke aus Haiterbachgewisses Rätsel
geben Zweck und Funktion dieser Stadtgründung auf. Sein bis heute gültiges Marktrecht
erhielt Haiterbach bekanntlich erst vor 400 Jahren im Jahr 1597. Das zentrale Merkmal
einer mittelalterlichen Stadt, die Marktfunktion, war also bei der Stadterhebung um 1280
nicht gegeben, es sei denn, man wollte ein älteres Haiterbacher Marktprivileg annehmen,
das dann im Laufes des Mittelalters wieder eingegangen oder aber der Stadt entzogen worden
wäre. Es scheint allerdings so, daß Haiterbach als Burgstädtchen im territorialen
Gefüge der Herrschaft Hohenberg eher eine militärisch-strategische als wirtschaftliche
Funktion gehabt hätte. Jedenfalls erlebten die Herren von Haiterbach zu Beginn des 14.
Jahrhunderts als hohenbergische Vögte über die junge Stadt vorübergehend eine
Statuserhebung. denn, man wollte ein älteres Haiterbacher Marktprivileg annehmen, das
dann im Laufes des Mittelalters wieder eingegangen oder aber der Stadt entzogen worden
wäre. Es scheint allerdings so, daß Haiterbach als Burgstädtchen im territorialen
Gefüge der Herrschaft Hohenberg eher eine militärisch-strategische als wirtschaftliche
Funktion gehabt hätte. Jedenfalls erlebten die Herren von Haiterbach zu Beginn des 14.
Jahrhunderts als hohenbergische Vögte über die junge Stadt vorübergehend eine
Statuserhebung.
Der Stern der Herren von Haiterbach scheint dann mit dem der Grafen von Hohenberg gesunken
zu sein. Erbschaftsteilungen und die üblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zwangen
die Hohenberger im Laufe des 14. Jahrhunderts in den Reigen jener hochadligen Familien,
denen nur noch der allmähliche Ausverkauf ihrer Herrschaften übrig blieb. Hatte Graf
Otto II. von Hohenberg seiner Gattin Irmengard von Werdenberg 1349 von 200 Gulden
jährlich aus den Einkünften der Stadt Haiterbach verschrieben, so war er schon 14 Jahre
später gezwungen, seine Herrschaft an den mächtigen Nachbarn, der sich damals breit
machte, zu veräußern. Am 23.Juni 1363 verkaufte Otto II. von Hohenberg die gesamte
Herrschaft Nagold mit Haiterbach an die Grafen Eberhard und Ulrich von Württemberg um 25
000 Gulden. Nordschwarzwald
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